Arme reiche Welt

Dialogforen 2019

Keine Armut! Weltweit – ohne Ausnahmen und Kompromisse. So lautet das erste Ziel der Vereinten Nationen in der Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030. Dies zeigt die große Bedeutung von Armut in der globalen Entwicklung. In den Medien bestimmen Katastrophenmeldungen, Krisen und Hungersnöte das Bild. Das UN-Ziel scheint fast utopisch zu sein – gefühlt wird die Lage eher schlimmer. Zum Beispiel bei der Einkommensschere, die das Weltwirtschaftsforum als große gesellschaftliche Bedrohung beschreibt: Reiche werden immer reicher und Arme immer ärmer. Wo steht der aktuelle Diskurs? Welche Konzepte und Definitionen für Armut gibt es? Und wo liegen schlussendlich die Folgen und Gefahren der ungleichen Verteilung von Wohlstand?

24. Januar 2019, 19:00 Uhr: Armut Global – Die Welt in der Armutsfalle?
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Armut ist allgegenwärtig. In vielen Großstädten sammeln Menschen Pfandflaschen im Abfall. Wir lesen über Kinder- und Altersarmut und sehen auf Plakatwänden Spendenaufrufe mit Bildern von hungernden Menschen in Entwicklungsländern. Doch was bedeutet Armut? Wo liegen die Unterschiede zwischen verschiedenen Lebensrealitäten von Armut auf der Welt? Welche Meilensteine gab es in der globalen Armutsbekämpfung in den letzten Jahren? Welche Ziele haben wir und können wir sie erreichen?

Prof. Jörg Baten, Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Tübingen
Uwe Kekeritz, MdB, Stellvertretender Vorsitzender des Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit & Entwicklung
Dr. Boniface Mabanza, Experte für Entwicklungspolitik, Theologe und Philosoph

Moderation: Luisa Seeling (Süddeutsche Zeitung)

21. Februar 2019, 19:00 Uhr: Poverty Traps – When risk keeps you poor and poverty keeps you at risk
Die Online-Anmeldung startet am 24. Januar 2019 um 11:00 Uhr (Dialogforum in englischer Sprache)

The people who live in poverty are exposed to the biggest risks. They are very vulnerable to natural disasters, epidemics and conflict. At the same time, these factors keep the people locked in the poverty trap. Where risks are high and incomes are low, nobody can invest in a prosperous future. Is that true? Where do these factors have the most severe impact? Where do we see progress for the people in poverty, especially in the fields of resilience building and health?

Prof. Regina Birner, Chair of Social and Institutional Change in Agricultural Development at the University of Hohenheim
Dr. Saleemul Huq, Director of the International Centre for Climate Change & Development (ICCCAD)
António Carlos Fernandes Teixeira, Economist at the European Commission
 

Moderation: Andreas Unger (Freier Journalist)

12. März 2019, 19:00 Uhr: Win-win für alle – Unternehmerisch die Kluft überwinden
Die Online-Anmeldung startet am 12. Februar 2019 um 11:00 Uhr

Vom Ladenbesitzer bis zum Weltkonzern – Unternehmer tragen Verantwortung. Immer mehr von ihnen machen es sich zum Ziel, neben dem eigenen Erfolg einen positiven Wandel in der Gesellschaft zu bewirken. Auch in Entwicklungsländern gibt es viel Bewegung – Mikrounternehmertum gilt als einer der Schlüssel zum Erfolg in der globalen Armutsbekämpfung, Mittelständler wie auch größere Unternehmen engagieren sich mit Investitionen. Wie können Unternehmen soziales Handeln unter immer härteren Wettbewerbsbedingungen realisieren? Welche Verantwortung tragen Investoren in Entwicklungs- und Schwellenmärkten?

Christiane Laibach, Sprecherin der Geschäftsführung der DEG (Deutsche Investitions- & Entwicklungsgesellschaft)
Prof. Jann Lay, Forschungsschwerpunktleiter "Wachstum und Entwicklung", GIGA German Institute of Global and Area Studies 
Carolin Silbernagl, Vorstand von betterplace.org

Moderation: Caspar Busse (Süddeutsche Zeitung)

4. April 2019, 19:00 Uhr: Riesterflop, Hartz 4 und Kinderarmut – Wohin steuert Deutschland? Wohin treibt die EU?
Die Online-Anmeldung startet am 7. März 2019 um 11:00 Uhr

Auch in Deutschland und in der EU ist Armut ein ganz konkretes Problem. Alters- und Kinderarmut sind wachsende Bedrohungen für unsere Gesellschaft. Immer wieder ist zu hören: „Die Schere zwischen arm und reich geht weiter auseinander“. Doch was ist dran an dieser Aussage? Wie entwickeln sich Armut und Ungleichheit in Deutschland tatsächlich? Wie groß ist die Armutsschere zwischen den Ländern der EU? Was sind die Folgen für die Gesellschaft? Wie wirksam ist die Politik zur Bekämpfung von Armut?

Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
Robert Habeck, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kristina Vaillant, Journalistin und Buchautorin

Moderation: Thomas Öchsner (Süddeutsche Zeitung)

9. Mai 2019, 19:00 Uhr: Arm in der reichen Stadt – „Über“-Leben in München
Die Online-Anmeldung startet am 11. April 2019 um 11:00 Uhr

München zählt zu den reichsten Städten Deutschlands – zugleich sind die Lebenshaltungskosten in den letzten Jahren rasant gestiegen. Das Niveau der Mieten liegt auf einem Rekordniveau. Nicht alle können mit dieser Entwicklung Schritt halten. Menschen mit niedrigeren Einkommen werden aus ihren Wohnvierteln verdrängt. Auch in München leben zahlreiche Menschen auf der Straße. Wie sieht die Lebensrealität dieser Menschen aus? Was tut die lokale Politik, um Gentrifizierung und urbane Armut zu verhindern? Welche Konzepte können zukünftig für mehr Gerechtigkeit in unserer Stadt sorgen?

Karin Lohr, Geschäftsführerin BISS e.V. München
Dieter Reiter, Oberbürgermeister von München
Prof. Sophie Wolfrum, Urbanistin und emer. Professorin für Städtebau und Regionalplanung an der Technischen Universität München

Moderation: Nina Bovensiepen (Süddeutsche Zeitung)

Logistisches:
Veranstaltungsort: Munich Re, Giselastraße 21
Veranstaltungsbeginn: 19:00 Uhr
Einlass ab: 18:15 Uhr

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