Ein Dorfbewohner trägt die Leitungen, die für den Wasseranschluss dringend gebraucht werden.
Vertreter der Dörfer werden bei einer Hygieneschulung über Gefahren etwa durch kontaminiertes Wasser aufgeklärt.
Das Wasser fließt wieder. Ein Mitarbeiter von arche noVa entnimmt Wasserproben.

Soforthilfe kommt an – das Wasser in Nepal fließt wieder

Die Berggemeinde Ghyangphedi hat wieder Zugang zu sauberem Wasser. Die Hilfsorganisation arche noVa verwendet unsere Spende, um die Wasserversorgung in abgelegenen Himalayadörfern nach dem schweren Erdbeben in Nepal im April 2015 wieder herzustellen.

Nach dem schweren Erdbeben in Nepal, dessen Folgen für die Bevölkerung noch heute dramatisch sind, leistete die Münchener Rück Stiftung Soforthilfe in Form einer Spende an das Organisationsbündnis Aktion Deutschland Hilft. Das Geld wird für den Wiederaufbau der Wasserversorgung in der Gemeinde Ghyangphedi verwendet. Während internationale Hilfe in Kathmandu und anderen großen Städten sehr schnell ankam, unterstützt arche noVa e. V. die abgelegenen Bergdörfer im Distrikt Nuvakot, um nach dem Erdbeben wieder auf die Beine zu kommen.

Leitungen, neue Tanks und Hygieneschulungen
Ghyangphedi liegt mehrere Stunden Fußmarsch von der nächsten Frischwasserquelle entfernt. Das Beben hat alle Leitungen gekappt. Besonders wichtig war es daher, den Einwohnern der Gemeinde den Zugang zu Wasser schnell wieder zu ermöglichen. Die Rohre wurden mit tatkräftiger Mitwirkung der Bewohner Meter für Meter zurück in Stand gesetzt. Jetzt gibt es wieder einen direkten Anschluss im Dorf. Durch das Erdbeben haben die hygienischen Standards stark gelitten – Krankheiten drohen. Um die Menschen über die Gefahren aufzuklären, hat die Organisation bereits erste Hygieneschulungen durchgeführt. Das Projekt baut auf einen partizipativen Ansatz und nachhaltige Hilfe: „Die Einwohner leisten einen Großteil der Arbeit selbst, arche noVa unterstützt mit Know-How und Material.“, bekräftigte ein Mitarbeiter der Organisation.

Mit der Unterstützung der Münchener Rück Stiftung kann arche noVa insgesamt sieben Kilometer Wasserleitung verlegen, fünf Wassertanks bauen und 15 Abgabestellen mit Wasserhahn einrichten. Ziel ist es nun, die Nachbardörfer Ghyangdanda und Sisipu zusätzlich an die Versorgung anzuschließen. Nach erfolgreichem Abschluss haben rund 650 Menschen in den drei Bergdörfern wieder Zugang zu frischem Trinkwasser.
 

NSCH, 2. Juli 2015